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Über uns

Geschichte

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Spelle ist nicht in einer offiziellen Versammlung gegründet worden, sondern als Interessenverband - wohl auch unter Einfluss der Katholischen Landvolkhochschule Oesede - aus der Marianischen Jungmänner-Kongregation Spelle hervorgegangen.

Die Katholische Landjugendbewegung und die Marianische Jungmänner-Kongregation sind in den Anfängen der KLJB nicht voneinander zu trennen. Die Katholische Landjugendbewegung Spelle besteht aber offiziell seit 1950. Mitglieder waren die zukünftigen Hoferben, die sich u.a. mit landwirtschaftlichen Fragestellungen aus christlicher Sicht beschäftigten. Die Anfangsjahre der KLJB Spelle waren somit stark von der Landwirtschaft geprägt. Im Sommer ruhte die Vereinsarbeit, da die Landwirte ihrer umfangreichen Arbeit nachgingen. In den Wintermonaten traf man sich gewöhnlich im Abstand von zwei Wochen zu gemeinsamen Abenden bei Segers. Die Themen dieser so genannten "Winterabende" kamen vor allem aus den Bereichen der Landwirtschaft und Religion. Häufig waren Referenten anwesend, die nicht selten aufgrund der schwachen finanziellen Situation der KLJB auf ihr Honorar verzichteten. Zu größeren Vorträgen wurde die ganze Gemeinde eingeladen.

Zusätzlich zu den Winterabenden gab es weitere Aktionen der KLJB. So wurde 1961 eine Kutschfahrt durchgeführt. Diese Fahrt zählt zu den ersten Ausflügen der Landjugend Spelle. Im Jahre 1962 kam die Idee auf, eine Theatergruppe zu gründen und das erste Stück wurde eingeübt und aufgeführt. In den nächsten Jahren wurde bis 1969 alljährlich ein Theaterstück wie z.B. "Der Schuss im Erlengrund", "Die neue Feuerwehr in Knickedorf" oder "Das Ehrenwort" aufgeführt.

Zu den Veranstaltungen der Landjugend gehörten auch die Landjugendfeste, die es wahrscheinlich ab 1962 gab. Im Sommer fand eine interne Feier statt und im Winter wurde eine auswärtige KLJB-Gruppe zu diesem Fest eingeladen. Ein Zeitzeuge erzählt vom damaligen Verlauf eines solchen Festes: "Wir trafen uns zu den Landjugendfesten am Sonntag. Unsere Arbeit ließ keinen Wochentag zu. Außerdem war uns die ablehnende Haltung der Kirche zu Veranstaltungen am Samstag bekannt. Bei Segers wurde an den lang gedeckten Tischen nur Wein getrunken. Die Musiker spielten den ganzen Abend und wir tanzten dazu. Üblicherweise kündigte Pastor Wocken kurz vor 24 Uhr den letzten Tanz an. Danach verabschiedeten wir die eingeladene Landjugendgruppe und begleiteten sie zum Bus." Im Laufe der Jahre hat sich der Charakter der Landjugendfeste völlig gewandelt. Aus dem internen Fest mit einer geladenen auswärtigen Landjugendgruppe entwickelte sich eine öffentliche Veranstaltung, die zugleich die wichtigste Einnahmequelle der KLJB Spelle ist. Ein erster Wandel vollzog sich Anfang der 70er Jahre, als nicht mehr nur eine, sondern mehrere Ortsgruppen Einladungen zum Landjugendfest bei Segers erhielten. 1986 fand das Landjugendfest zum ersten Mal in der Reithalle statt. Seit 1990 organisieren jedes Jahr Mitglieder der KLJB ihr Landjugendfest in der Reithalle Spelle. Als fester Termin hat sich das 3. Wochenende im Oktober bewährt.

Seit 1992 hat die Landjugend Spelle ein eigenes Landjugendemblem. Im damaligen Vorstand um Ansgar Renemann wurden seinerzeit Ideen für ein solches Logo gesucht und auch gefunden. Diakon Johannes Hartmann entwarf daraufhin das Emblem der KLJB Spelle (siehe Startseite der Homepage). Das Logo zeigt einen Jungen und ein Mädchen die das Zeichen der Landjugend, den Pflug und das Kreuz, durch den schweren Boden ziehen. Die Mitglieder sollen sich mit dem Logo und damit auch mit der Landjugend identifizieren. Den Slogan "Wir reißen was auf" kennt mittlerweile fast jeder Bürger in Spelle und er wird fest mit der Speller Landjugend in Verbindung gebracht.

Nunmehr kann die Landjugend Spelle auf über 50 Jahre Landjugendarbeit zurückschauen. Durch das Engagement der Landjugendmitglieder konnte die Arbeit der Gründungsmitglieder erfolgreich fortgesetzt werden. Was mit einem kleinen Interessensverband begann, hat sich zu einem großen und wichtigen Jugendverband in Spelle entwickelt, der mittlerweile über 350 Mitglieder zählt. Jede Zeitepoche besaß natürlich ihre eigene inhaltliche Herausforderung. Die Motivation, sich als Verband in der Gesellschaft zu engagieren, ist jedoch die gleiche geblieben.


Die Vorsitzenden in der Vereinsgeschichte:

1950 Anton Rekers
1951 - 1954 Heinrich Kösters
1955 - 1956 Hermann Reker
1957 Georg Fischer
1958 - 1960 Heinrich Kösters
1961 - 1963 Georg Fischer
1964 - 1965 August Afting
1966 - 1967 Alfons Rekers
1968 - 1971 August Egbers
1972 - 1975 Georg Brüggemann
1976 - 1977 Heinrich Schulte und Waltraud Uphaus (verh. Mey)
1978 - 1979 Heinrich Schulte und Marita Meß (verh. Arning)
1980 - 1981 Josef Jörgens
1982 - 1986 Norbert Meyerdirks
1987 - 1988 Andreas Brüggemann
1989 - 1998 Ansgar Renemann
1999 - 2001 Elke Drees
2002 - 2004 Thomas Höving
2005 - 2007 Andrè Meyer
2008 - ... Tobias Heilemann
... - ... Christopher Seibring
seit ... Sebastian Arning